Kunst nach 1945. Die Sammlung Gerd Gruber:

Pazifismus trifft Religion

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11.September 2019 – 06. Januar 2020

Eröffnung 10. September, 17 Uhr im Alten Rathaus

Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff ist Schirmherr des Ausstellungsprojekts.

2019/20 werden in Wittenberg gleich drei Ausstellungen aus dem umfangreichen Sammlungsbestand von Dr. Gerd Gruber unter dem gemeinsamen Titel „Kunst der Nachkriegszeit. Die Sammlung Gerd Gruber“ gezeigt. Sie umfassen inhaltlich die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen Arbeiten national und international bedeutender Künstler. Neben weniger bekannten Namen finden sich viele Künstler von Weltrang, wie George Braque, Marc Chagall, Sonia Delaunay, Otto Dix, T. Lux Feininger, HAP Grieshaber, Lea Grundig, Erich Heckel, Johannes Itten, Asger Jorn, Oskar Kokoschka, Fernand Léger, Gerhard Marcks, Frans Masereel, Wolfgang Mattheuer, Joan Miró, Henry Moore, Pablo Picasso oder Victor Vasarely.

Die Stiftung Christliche Kunst Wittenberg im Wittenberger Schloss stellt unter dem Titel „Pazifismus trifft Religion“ religiös-existentialistische Arbeiten aus ihrem eigenen Sammlungsbestand pazifistischen Arbeiten aus der Sammlung Gerd Grubers gegenüber. Das Erleben zweier Weltkriege, die Gräueltaten der Nationalsozialisten und die neuen nuklearen Waffen, die alles Leben auf Erden vernichten können, bringen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine zutiefst pazifistische Kunst hervor. Viele Künstler, die sich meist selbst gar nicht als religiös bezeichnen würden, nutzen dafür auch die Geschichten und Protagonisten der Bibel, um ihre Botschaft auszudrücken.

Die Gegenüberstellung religiöser und pazifistischer Arbeiten zeigt, dass das eine das andere in der modernen Kunst nach 1945 nicht ausschließt, sondern sich beide Themen in ihren sozialen und politischen Aussagen gegenseitig ergänzen und bestärken.

Weitere Ausstellungsorte:

Die Ausstellung im Alten Rathaus zeigt unter dem Titel „Internationale Positionen“ Arbeiten internationaler Künstler des sogenannten „Postwar“ – also der Nachkriegszeit, als sich die Kunst im Aufbruch befand und weltweit die Künstler neue Ausdrucksformen entwickelten.

Unter dem Titel „Neues Bauhaus“ werden im Cranach Hof, Markt 4 Werke der Bauhausmeister und -schüler gezeigt, die nach 1945 entstanden. Die Ausstellung zeigt somit den Einfluss des Bauhauses auf Kunst, Architektur und Design in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Zu Ausstellung erscheint ein umfangreicher Bestandskatalog zur Kunst nach 1945 aus der Sammlung Gerd Gruber mit einem Einführungstext von Dr. Ulrike Brinkmann, Leipzig, sowie zahlreichen Abbildungen und Künstlerbiografien, zusammengestellt von Dr. Gerd Gruber, Lutherstadt Wittenberg.

Weitere Informationen:

https://www.wittenberg.de/kultur-und-tourismus/sammlung-gerd-gruber.html

Abbildungen: 
oben: 
Pankok, Otto: Maria und Johannes unter dem Kreuz, 1958. © Otto Pankok Stiftung, Haus Esselt, Hünxe-Drevenack, Foto: © Foto Studio Kirsch, Lutherstadt Wittenberg
Pankok, Otto: Ehra, 1950. © Otto Pankok Stiftung, Haus Esselt, Hünxe-Drevenack, Foto: © Gerd Gruber, Lutherstadt Wittenberg.
Unten:
Magritte, René: ohne Titel, 1965. © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: © Gerd Gruber, Lutherstadt Wittenberg, Gestaltung: © Topanka-Freihube Grafikdesign

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