DIE PATRIARCHEN

Vier zeitgenössische dänische Künstler im Dialog mit alten biblischen Erzählungen

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  09. Juli bis 25. September 2011  Ausstellungsort: Zeughaus am Arsenalplatz, Juristenstraße 16a, 1. OG

 Das im Rahmen des IBA-Projektes 2010 innen vollständig renovierte Zeughaus am Arsenalplatz wird mit dieser Ausstellung als Ausstellungsgebäude eingeweiht. Es wird mit Leben erfüllt und bringt diesen Bau als Ausstellungsgebäude in den Fokus der Besucher. Es eröffnen sich ideale Flächen für eine großzügige Präsentation von Kunst.

Gezeigt werden lebensgroße Figuren aus Keramik und Bronze des Künstlers Jørgen Haugen Sørensen, die nicht nur die religiösen Themen aufgreifen, sondern mit Provokantem und einer ästhetischen Kompromisslosigkeit auf das zerstörerische und Wunden aufreißende hindeuten, sei es durch Naturgewalten, Katastrophen oder durch menschlichen Einfluss. Das Tabuthema Tod wird ebenso aufgegriffen, wie das Geistlose des Fleisches.

Mystische Modelle einer Rauminstallation, Entwürfe moderner und wunderbar farbiger Kirchenfenster sowie eine Plastik zeigen eine Auswahl aus dem insgesamt sehr vielfältigen Schaffen Bjørn Nørgaards, der zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Dänemarks gehört. Zahlreiche Ausstellungen in Paris, Hamburg, New York, Sydney oder Istanbul zeugen von der Internationalität dieses Künstlers, der schon in den 60er Jahren durch Happenings, u.a. mit Joseph Beuys auf sich aufmerksam gemacht hat.

Mit Werken der Künstlerin Bodil Kaalund wird die Schau durch großformatige Bilder, die die Geschichte der Urväter des Christentums aufgreifen, vervollkommnet. Bodil Kaalund hat sich zeitlebens der Kirchenkunst verschrieben und sich mit zahlreichen Kirchenausschmückungen in Dänemark und Norddeutschland einen Namen gemacht. Sie ist Gründerin des Museums für Religiöse Kunst in Lemvig und macht sich durch die Förderung grönländischer Kunst verdient.

Als Vierter im Bunde wird von dem schwedisch/dänischen Bildhauer Ingvar Cronhammar  ein Panoramabild zu der Installation „Allein genug, um die Nacht zu sehen“ in der Ausstellung gezeigt. Inspiriert von einem kleinen Objekt einer Ausgrabung, dem Taukreuz, hat Cronhammar dieses Symbol, das vielfältig in seiner Bedeutung sein kann, in das Glas eines Türblattes eingearbeitet und überlässt dem Betrachter die mehrdeutige Bestimmung.

Die Künstler dieser außergewöhnlichen Schau haben im Laufe ihres Lebens sowohl Kunst geschaffen, die in Opposition zu etablierten Denkmustern und Normen standen, waren aber auch Erneuerer innerhalb der Kirchenkunst. Sie waren jeder auf seine Art zugleich Brückenbauer, sozusagen Patriarchen der modernen Kirchenkunst.

In ihrer Vielfältigkeit und Kompromisslosigkeit wird diese Ausstellung mit Sicherheit eine spannende Diskussion auslösen.

 

Es erscheint ein Ausstellungskatalog.  Gefördert wurde diese Ausstellung durch Lotto Sachsen-Anhalt und dem Edith og Gotfred Kirk Christiansens Fond.

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