Thesen. Dänische Gegenwartskünstler im Dialog mit der Reformation

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Eine Wanderausstellung in Anlehnung an das Reformationsjubiläum unter Schirmherr­schaft Ihrer Majestät, Königin Margrethe II. von Dänemark

Die Kgl. Dänische Botschaft in Berlin ist Partner der Ausstellung in Wittenberg

 

25. Mai – 02. September 2018

Was kommt heraus, wenn man Künstler von heute bittet, einen Beitrag zu einer Ausstellung, die dem Reformationsjubiläum gedenkt, zu gestalten? Wie bewerten sie, die nicht unbedingt aktive Christen sind, den Beitrag der Reformation für die heutige Zeit in Hinblick auf Gesellschaft, Kultur und Ästhetik?

Anlässlich des Reformationsjubiläums im Jahr 2017 wurde in Dänemark ein Komitee für die Organisation einer Wanderausstellung mit Bezug zur Reformation eingesetzt. Dieses Komitee hat bei 25 herausragenden, dänischen Künstlern unserer Zeit angefragt, eine Arbeit für diese Ausstellung zu schaffen. Herausgekommen ist eine vielschichtige Ausstellung, die sich kritisch mit der Person Martin Luthers auseinandersetzt, gesellschaftliche und soziale Gegebenheiten hinterfragt und die Bedeutung der Reformation für die moderne, globalisierte Welt auslotet. Unbestritten bleibt dabei die Anerkennung der zentralen Rolle, die Martin Luther bei der Modernisierung des Christentums in Mittel- und Nordeuropa gespielt hat.

Einige der angefragten Künstler haben sich bereits mit religiöser Kunst beschäftigt und teils sogar Kirchen ausgestaltet. Für andere wiederum ist die Ausstellung mit ihrem christlichen Hintergrund völliges Neuland.

 

Teilnehmende Künstler:

Lise Blomberg Andersen, Martin Erik Andersen, Bank & Rau, Kaspar Bonnén, Peter Brandes, Peter Linde Busk, Peter Callesen, Viera Collaro, Maja Lisa Engelhardt, Anette Harboe Flensburg, Erik A. Frandsen, Leonard Forslund, Ib Monrad Hansen, Lise Harlev, Hein Heinsen, Sophia Kalkau, Janne Klerk, Christian Lemmerz, Karin Lorentzen, Ulrik Møller, Kirstine Roepstorff, Trine Søndergaard, Alexander Tovborg, Laila Westergaard und Ebbe Stub Wittrup.

 

Jeder dieser Künstler ist entweder von der Person Luthers, dessen 95 Thesen, einer geeigneten Bibelstelle oder seinen eigenen Überlegungen ausgegangen und hat in seinem bevorzugten Medium eine oder mehrere Arbeiten geschaffen, die den für ihn wichtigsten Aspekt der Reformation in den Mittelpunkt stellen. Das Themenspektrum reicht dabei von feministischen Annäherungen, wie sie zum Beispiel die Installation von Karin Lorenzen zeigt, bis hin zu kritischen Verweisen auf gesellschaftliche Unruhen und Umbrüche, wie in der komplexen Skulptur Martin Erik Andersens, die auf den Bauernkrieg verweist. Es werden die positiven Effekte der Reformation, wie der Befreiung des Einzelnen von der Kirche, genauso thematisiert (Ulrik Møller), wie die negativen Folgen der Ablehnung Andersdenkender durch den Antisemiten Luther (Sophia Kalkau). Gemeinsam ist allen Werken der Bezug zur heutigen Zeit – sei es der Verweis auf einen hektischen Alltag, den umsichgreifenden Perfektionierungs­wahn oder auch auf dramatische Flüchtlingsströme. Rückzüge in die Natur (Janne Klerk), in spirituelle Räume (Trine Søndergaard) und die Aufforderung zur christlichen Nächstenliebe (Viera Collaro) bieten hier Lösungsansätze.

Ausstellungsorte:

Rundetaarn, Kopenhagen / DK

11. März - 14. Mai 2017

Ribe Kunstmuseum, Ribe / DK

27. Mai - 27. August 2017

Fuglsang Kunstmuseum, Toreby / DK

15. September 2017 - 07. Januar 2018

Museet for Religiøs Kunst, Lemvig / DK

20. Januar - 29. April 2018

Stiftung Christliche Kunst Wittenberg, Lutherstadt Wittenberg / DE

25. Mai - 02. September 2018

Projektverantwortung:

Museumsdirektorin Dagmar Warming in Zusammenarbeit mit der Kunstkritikerin Lisbeth Bonde und dem Autor Dr. phil. Henrik Wivel.

Kuration für die Stiftung Christliche Kunst Wittenberg: Dr. phil. Ulrike Brinkmann

Katalog und Rahmenprogramm

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog sowohl in dänischer als auch in deutscher Sprache im Verlag Wunderbuch, Skive, mit Essays von Henrik Wivel und Lisbeth Bonde. Zudem werden alle gezeigten Arbeiten vorgestellt und in von Lisbeth Bonde geführten Interviews kommen die Künstler selbst zu Wort. Dagmar Warming ist als Projektleiterin verantwortliche Redakteurin des Katalogs sowie verantwortlich für das Fundraising. Die deutschen Übersetzungen stammen von Ulrike Brinkmann, Leipzig.

Veranstaltungen anlässlich der Ausstellung in Lutherstadt Wittenberg:

Mittwoch, 13. Juni 2018, 19 Uhr: Künstlergespräch mit Lise Harlev, Ulrik Møller und Peter Linde Busk. Ort: Felleshus der Nordischen Botschaften, Rauchstraße 1, 10787 Berlin.

 

Öffentliche Führungen an jedem 1. Samstag im Monat um 11 Uhr. Ort: Stiftung Christliche Kunst Wittenberg, Schlossstraße 1 (Schloss), 06886 Lutherstadt Wittenberg

Sowie nach Vereinbarung.

Die Ausstellung wird unterstützt von:

15. Juni Fonden, Augustinus Fonden, Beckett-Fonden, Bikubenfonden, Danish Arts Foundation, Dronning Margrethes og Prins Henriks Fond, Folkekirkens Fællesfond, New Carlsberg Foundation, Ministry of Culture Denmark, Lutherstadt Wittenberg, Landkreis Wittenberg, Volksbank Wittenberg eG, Stadtwerke Lutherstadt Witteberg GmbH, Luther-Hotel Wittenberg, Automobile Dieter Peschke.

       

Foto: 

Trine Søndergaard: Im Haus meines Vaters gibt es viele Räume, 2016, Archival Pigmentdruck, 50 x 50 cm, Foto: Trine Søndergaard.

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